Ein Haus wird mit Händen gebaut, aber ein Zuhause mit dem Herzen

Im Alter werden Wohnung oder Haus immer mehr zum Lebensmittelpunkt. Viele Erinnerungen und lieb gewordene Gewohnheiten geben Geborgenheit und Konstanz.

Auch Ihre regelmäßigen Alltagsaktivitäten finden im engsten Wohnumfeld statt: Der Gang zum Einkaufsladen, zur Post, zur Bank – all dies ist gelebte Autonomie.

Ein Zuhause ist viel mehr als der Ort, an dem man lebt!

Ihre persönlichen Wohnverhältnisse entscheiden darüber, wie gut es Ihnen im Alter geht. Wir möchten Ihnen diesen Lebensmittelpunkt so lange wie möglich erhalten.

Deshalb unterstützen wir Sie auch hier mit einem kompetenten Beratungsangebot und assistieren Ihnen bei der Umsetzung Ihrer Wohnbedürfnisse.

Sie können Sich in folgenden Fällen gerne an uns wenden:

  • Sie suchen nach Informationen zu barrierefreiem Wohnen.
  • Sie brauchen Beratung bei der seniorengerechten Umgestaltung Ihrer Wohnung.
  • Sie brauchen Hilfe bei der Vorbereitung und Durchführung von Umbaumaßnahmen.
  • Sie suchen nach Finanzierungsmöglichkeiten.
  • Sie benötigen ein individuelles Wohnkonzept.

Manchmal können schon kleine Maßnahmen große Wirkungen erzielen.

Heute besuch’ ich mich mal – hoffentlich bin ich zu Hause!

Karl Valentin

Selbständigkeit erhalten!

Wohnraumanpassung: eine echte Alternative
Eine Wohnraumanpassung kann eine echte Alternative sein, weil Sie damit Ihr soziales Netzwerk und Ihre selbständige Lebensführung weitestgehend erhalten können.

Es gibt vieles zu beachten! Wir beraten Sie gerne zu Ihren ganz individuellen Fragen.

Gerade wenn Sie oder Ihre Angehörigen hilfebedürftig werden, stellt sich die Frage nach der Sicherheit im Wohnumfeld. Spätestens dann, wenn bei nachlassender Mobilität ein Rollator oder ein Rollstuhl benutzt werden muss, sind Barrieren bestmöglich zu beseitigen, z. B. Türschwellen zu entfernen, Türen zu verbreitern oder ein Treppenlift einzubauen. An Treppen, in Bad und Toilette sind sinnvollerweise Handläufe und Haltestangen zu montieren. Stolperfallen, wie lose liegende Teppiche, müssen entfernt werden. Im Badezimmer können größere Umbauten erforderlich sein, etwa wenn die Duschwanne abgeflacht oder ebenerdig gestaltet werden muss.

Im Mittelpunkt stehen Sie und Ihre ganz persönliche Situation

Bei Fragen zur Umgestaltung Ihrer Wohnung im Alter, bei Pflegebedürftigkeit oder auch bei demenziellen Erkrankungen stehen wir Ihnen und Ihren Angehörigen gerne zur Seite. Wir unterstützen Sie und geben Ihnen die nötigen Hilfestellungen, ausführliche Beratung und kompetente Begleitung.

Was Sie von uns erwarten dürfen

Die gemeinsame Analyse überprüfen, verbessern, umsetzen!

Gemeinsam mit Ihnen gehen wir Ihr Haus oder Ihre Wohnung Punkt für Punkt durch, erläutern Ihnen die Gefahrenstellen und zeigen Lösungsvorschläge auf. Gerne begleiten wir Sie danach bei der gesamten Umsetzung.

  • In Verbindung mit unseren Assistenzleistungen beraten wir Sie und planen mit Ihnen die notwendigen Schritte.
  • Gezielt beschaffen wir die Informationen, die Sie benötigen.
  • Aus langjähriger eigener Erfahrung sprechen wir mehrere „Sprachen“ – die des Hauseigentümers, die des Mieters und die des Handwerkers.
  • Wir lassen Sie bei der Umsetzung nicht alleine und helfen Ihnen dabei, die Scheu vor Schmutz, Lärm und fremden Menschen in Ihrer Wohnung zu überwinden.

Wichtig zu wissen:
Verschiedene Maßnahmen können Sie zwar ohne Genehmigung des Vermieters umsetzen, bei größeren Umbauten ist diese Genehmigung jedoch in jedem Falle einzuholen. Es ist sinnvoll, Ihren Vermieter schon bei kleineren Vorhaben mit einzubeziehen.

Bereits im Vorfeld unterstützen wir Sie dabei, die notwendigen Gespräche in einem konstruktiven Rahmen und mit technisch korrekten Angaben zu führen.

Wir bauen die Brücke zwischen Ihnen, Ihrem Vermieter und den ausführenden Handwerkern.

Informationen zu Planung und Finanzierung

Die Finanzierungsmöglichkeiten

Umbaumaßnahmen sind immer mit Kosten verbunden. Das lässt sich leider nicht vermeiden. Jedoch gibt es verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung bzw. Bezuschussung.

Die Pflegekassen

Bei Behinderung bzw. Pflegebedürftigkeit können Sie in Abhängigkeit von Ihrer individuellen Situation und zum Erhalt einer selbständigen Lebensführung Zuzahlungen zur Wohnraumanpassung erhalten.

Diese kann Ihre Pflegekasse mit Fördergeldern bis zu einem Betrag von maximal 4.000 € je Maßnahme bezuschussen (§ 40 Abs. 4 SGB XI). Voraussetzung für diese Förderung ist jedoch, dass durch die Wohnraumanpassung die Pflege zu Hause ermöglicht oder erheblich erleichtert wird. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach den Kosten der Maßnahmen. Um eine Genehmigung zu erhalten, müssen Sie bereits vor Beginn des Umbaus einen Antrag bei Ihrer Pflegekasse stellen.

Öffentliche Mittel

Für notwendige Umbaumaßnahmen stellt auch der Staat in bestimmten Fällen Fördermittel zur Verfügung. Des Weiteren existieren bei der KfW-Bankengruppe Förderprogramme zur Beseitigung oder Reduzierung von Barrieren in der Wohnung.

Gemeinsam mit Ihnen prüfen wir die Möglichkeiten zur Erlangung solcher Mittel und unterstützen Sie bei der Beantragung.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Kostenträger die in besonderen Fällen zuständig sind:

Gesetzliche Unfallversicherung

Bei Folgen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit sind die Berufsgenossenschaften bzw. die Unfallkassen zuständiger Kostenträger.

Das Versorgungsamt – die Fürsorgestelle

Laut Bundesversorgungsgesetz sind diese Institutionen unter anderem zuständig für Soldaten oder Opfer von Gewaltverbrechen.

Rentenversicherungsträger und Integrationsamt

Behinderte Menschen, die berufstätig sind, haben einen Anspruch gegenüber dem jeweils zuständigen Rehabilitationsträger.

Sozialhilfeträger

Ist kein anderer Kostenträger zuständig, können Leistungen vom Sozial- und Grundsicherungsamt beantragt werden.

Zum Thema Demenz:

Zuschüsse zur Wohnraumanpassung lassen sich auch so einsetzen, dass ein Demenzkranker zusammen mit einem Angehörigen noch lange dort wohnen kann, wo er immer gelebt hat und sich sicher fühlt, selbst dann, wenn die Erinnerung daran verblasst.

Wir informieren Sie zu förderungsfähigen Maßnahmen. Bitte sprechen Sie uns an!

Auf die Möglichkeit von Steuererleichterungen möchten wir hier an dieser Stelle lediglich hinweisen. Wir wollen und dürfen keine Beratung in steuerlichen Fragen vornehmen. Hier sollten Sie in jedem Falle eine Steuerberatung hinzuziehen.

Eine kleine Checkliste für den Einstieg

Was können Sie jetzt schon tun?

Anhand einer allerersten kleinen Checkliste können Sie überprüfen, ob Sie für das Alter zumindest ansatzweise gut gerüstet sind:

  • Ist der Zugang zum Haus trittsicher und gut ausgeleuchtet?
  • Gibt es Stufen im Hauseingangsbereich?
  • Sind ausreichend Treppengeländer vorhanden?
  • Sind die Wohnräume und der Flurbereich hell genug beleuchtet?
  • Wo finden sich versteckte Stolperfallen?
  • Gibt es Haltegriffe und Einstiegshilfen im Bad?
  • Ist es mühsam, die Wanne oder Dusche zu benutzen?
  • Haben Ihre Sitzmöbel die richtige Höhe?

Es gibt viele Möglichkeiten, das Leben in der eigenen Wohnung sicherer und angenehmer zu gestalten. Kleine, aber wirkungsvolle Maßnahmen kosten oft nur wenige Handgriffe oder lassen sich mit geringem finanziellen Aufwand bewerkstelligen.

Unsere ausführliche Wohn-Analyse …

zeigt Mängel und Gefahrenquellen in Ihrer Wohnung auf.

informiert über Anpassungsmaßnahmen und Möglichkeiten eines Umbaus.

bietet Ihnen eine kompetente Assistenz bei der Durchführung.

informiert Sie über Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern können.

schlägt Brücken zu Handwerkern, Vermietern, Ämtern und Behörden.

berät zum Thema Wohnraumanpassung für Menschen mit Demenz.

informiert in Vorträgen über altersgerechtes und barrierefreies Wohnen.

Zuhause wohnen mit Demenz

Was Demenz für das sichere Wohnen im eigenen Zuhause bedeutet.

Die langjährig vertraute Wohnung ist ein Ort der Geborgenheit, der mit den Erinnerungen und Fundstücken eines langen Lebens ausgestattet ist. Eingespielte Abläufe und liebgewonnene Gewohnheiten stellen bei vielen alltäglichen Dingen eine wichtige Orientierungshilfe dar.

Schon zu Beginn einer Demenzerkrankung führt die nachlassende Gedächtnisleistung zu Verunsicherungen. Treten erste Überforderungsgefühle auf, können diese bei Menschen mit Demenz Angst und ein planloses Umherirren in der Wohnung oder im Haus erzeugen.

Lässt das Orientierungsvermögen bei Fortschreiten der Erkrankung weiter nach, können erhebliche Sicherheitsprobleme durch Selbst- oder Fremdgefährdung auftreten. Durch eine wachsende Vergesslichkeit im Umgang mit Strom und Wasser kann bereits großer Schaden entstehen.

Wohnungsanpassung – so vertraut wie möglich

Wir sorgen dafür, dass wichtige Umgestaltungen im Wohnbereich in Ihrem und im Interesse Ihrer an Demenz erkrankten Angehörigen so behutsam und so unauffällig wie möglich vorgenommen werden.

Alter-im-Mittelpunkt_Logoblume50  Was uns wichtig ist

Kleine Hilfen mit großer Wirkung

Wenn der Zweck von Gebrauchsgegenständen oder der Sinn von Räumlichkeiten für Menschen mit Demenz nicht mehr klar erkennbar sind, sollten Sie erste Maßnahmen in Betracht ziehen. Diese sollten für mehr Sicherheit und Orientierung im vertrauten Umfeld sorgen und die geistigen Fähigkeiten anregen.

Beispiele für erste demenzspezifische Maßnahmen:

  • Spezielle Türbeschläge und besondere Schließzylinder
  • Die Installation von Rauch-, Gas- und Wassermeldern
  • Das Anbringen von großen Symbolen bzw. eine großflächige Bebilderung von Zimmertüren und Schränken
  • Eine farbliche Umgestaltung von Teilbereichen der Wohnung
    Eine kontrastreiche Farbgestaltung erleichtert die Orientierung
  • Eine Überprüfung der Lichtverhältnisse auf Blendfreiheit

 

Bereits kleine demenzspezifische Veränderungen in der Häuslichkeit können viele Gefahren vermindern und das tägliche Leben erleichtern. Dadurch steigt nicht nur das Wohlbefinden des an Demenz erkrankten Menschen. Auch Familienangehörige und nahe Bezugspersonen werden entlastet.

Unter bestimmten Umständen können wir direkt mit der Pflegekasse abrechnen.

Fragen Sie unbesorgt bei uns an!